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Psychologie und Beschneidung
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Psychologie und Beschneidung
clipped
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Registered: 06.06.2015
Level: Einmal-Poster
Date: 22.11.2015
Time: 11:20 Uhr
ID: 156
Post: 1
Hallo zusammen,

ich habe mich mit 24 Jahren ohne medizinischen Grund und ohne religiöse Pflicht als Christ beschneiden lassen. Ich kenne das Leben vorher / nachher sehr gut und bin von den Vorteilen überzeugt. Die Beschneidung ist für jeden empfehlenswert.

Man spricht über körperliche, also äußerlich positive Effekte für den Mann. Aber hat die Beschneidung nicht auch einen innerlichen Effekt?

Dadurch das die Eichel plötzlich stets vollständig frei ist, fühlt man sich doch männlicher als mit der kindlich aussehenden Rüsselvorhaut.
Ich kann diese Empfindung als Übergang von Kindheit zu Reife beschreiben.
Für mich ist es auch ein Gefühl der Befreiung.

Welche seelische Wirkung hat die Beschneidung auf Sie, als beschnittene Männer
2ndCut
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Registered: 27.04.2014
Level: Foren-Profi
Date: 23.11.2015
Time: 14:27 Uhr
ID: 157
Posts: 355
@clipped: Hallo und willkommen!
Laut Papieren bin ich zwar christlich-evangelisch, sehe mich aber mittlerweile eher als Pan-Theist.

Das, was du beschreibst, erkenne ich auf jeden Fall wieder.
Soweit ich weiß, gibt es Eingeborenen-Stämme, welche die Beschneidung tatsächlich als Ritual zum erwachsen-werden durchführen.

Und auch ich empfand "ihn" vorher als kindlich, zumal er mit Rüssel doppelt so lang war.
Neben dem unerwünschten Anblick hatte dies aber auch bei Benutzung von Condomen Schwierigkeiten gemacht: Sie verrutschten (GV musste unterbrochen werden) oder gingen kaputt.
Ich habe durch die Haut von der Frau eh nicht so viel gemerkt, mit Condom war es noch schlimmer.

Die OP war tatsächlich eine Befreiung für mich.


LG,
2ndCut
Openair
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Registered: 21.11.2014
Level: Einmal-Poster
Date: 23.11.2015
Time: 21:05 Uhr
ID: 158
Posts: 2
Hallo clipped,

Ich musste mich aus medizinischen Gründen mit 40 beschneiden lassen.
In wieweit das eine seelische Auswirkung auf mich hatte kann ich nicht genau sagen. Aber das was du geschrieben hast sehe ich ein Stück genauso. Ich bin inzwischen ein Jahr beschnitten und bin sehr zufrieden damit, vor allem das Thema Hygiene finde ich sehr sehr angenehm. Aber stimmt schon man fühlt sich schon ein bisschen männlicher Smiley .
Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Einmal-Poster
Date: 23.11.2015
Time: 22:25 Uhr
ID: 159
Posts: 163
Zweifellos muesste eine physische, koerperliche Realitaet auch ihre psychische und wohl auch seelische Entsprechung haben. In der Alternativmedizin ist von dem Dreieck Koerper-Seele-Geist stets die Rede.

Wie genau die psychische Seite aussieht, haengt wahrscheinlich in grossem Mass davon ab, wie man zum Thema Beschneidung kam, und was es einem selbst bedeutet.

Ich kann gut nachvollziehen, dass man das Thema "Befreiung" damit in Zusammenhang bringt. Fuer mich bedeutet es das auch. Abgesehen von den sehr viel direkteren Empfindungen in jeder Lebenslage, die ich als angenehm und stimulierend empfinde, brachte mir die Beschneidung auch eine (bestimmt voellig subjektiv empfundene) Befreiung von einem unbehauenen Image, das mir zuwider war.

Ich weiss nicht, wie ich das ausdruecken kann, ohne zu schockieren; aber fuer mich ist es wichtig, etwas aus mir zu machen, an mir zu arbeiten, mir etwas abzuverlangen, um all das sein zu koennen, was ich sein kann. Und manchmal muss man dafuer eben eine Metamorphose durchmachen, die auch koerperliche Konsequenzen hat. Die Beschneidung hatte fuer mich tiefgreifenden, symbolischen Charakter, war sehr viel mehr als ein chirurgischer Eingriff, sondern die Spitze des Eisbergs von etwas viel Groesserem. Es war eine Angleichung meines Koerpers an meine Aspirationen, und meine angestrebte Identitaet. Ich befoerderte mich durch diesen Schritt selbst in eine exotischere Dimension.

Es schuetteln weltweit zweifellos Millionen von Menschen den Kopf darueber, wie man der An- oder Abwesenheit eines Hautstuecks so viel Bedeutung beimessen kann; aber mindestens genau so viele Juden, Moslems, Nordamerikaner, Australier, Afrikaner, und Australasiaten verstehen es genau so symbolisch bedeutungsvoll wie ich, und das ist auch genau das Statement, das ich mit meiner Entscheidung damals machen wollte - dass ich auf der exotischeren Seite des Lebens stehe, und dass ich diese Seite bewusst waehle.


GreenIguana
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Registered: 27.12.2013
Level: Foren-Fortgeschritten
Date: 23.11.2015
Time: 23:54 Uhr
ID: 160
Posts: 24
Genu so wars bei mir und da geb ich dir absolut Recht. Ich hatte den Wunsch schon als Jugendlicher beschnitten zu sein, aber da liess es sich ja nicht durchführen.
Ich würde es immer wieder machen und kann es auch jedem empfehlen der es machen lassen will. Ich bereue nichts.
2ndCut
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Registered: 27.04.2014
Level: Foren-Profi
Date: 24.11.2015
Time: 15:28 Uhr
ID: 161
Posts: 355
 Zitat: Zweifellos muesste eine physische, koerperliche Realitaet auch ihre psychische und wohl auch seelische Entsprechung haben. In der Alternativmedizin ist von dem Dreieck Koerper-Seele-Geist stets die Rede.
[...]
Ich weiss nicht, wie ich das ausdruecken kann, ohne zu schockieren; aber fuer mich ist es wichtig, etwas aus mir zu machen, an mir zu arbeiten, mir etwas abzuverlangen, um all das sein zu koennen, was ich sein kann. Und manchmal muss man dafuer eben eine Metamorphose durchmachen, die auch koerperliche Konsequenzen hat. Die Beschneidung hatte fuer mich tiefgreifenden, symbolischen Charakter, war sehr viel mehr als ein chirurgischer Eingriff, sondern die Spitze des Eisbergs von etwas viel Groesserem. Es war eine Angleichung meines Koerpers an meine Aspirationen, und meine angestrebte Identitaet. Ich befoerderte mich durch diesen Schritt selbst in eine exotischere Dimension.

Es schuetteln weltweit zweifellos Millionen von Menschen den Kopf darueber, wie man der An- oder Abwesenheit eines Hautstuecks so viel Bedeutung beimessen kann; aber mindestens genau so viele Juden, Moslems, Nordamerikaner, Australier, Afrikaner, und Australasiaten verstehen es genau so symbolisch bedeutungsvoll wie ich, und das ist auch genau das Statement, das ich mit meiner Entscheidung damals machen wollte - dass ich auf der exotischeren Seite des Lebens stehe, und dass ich diese Seite bewusst waehle.

Das ist auch bei meinem 1.Cut (zumindest unbewusst) "mitgeschwungen".

Mein Umfeld hatte sich damals stark verändert, viele Dinge endeten.
So veränderte auch ich meinen Bezug zum Umfeld.
Ich verließ den Mainstream und ging in die (durchaus exotische) Gothic-Szene, in der über (gesellschaftlich gesehen) nicht-normale, kuriose Dinge gesprochen werden kann.
1 Jahr später folgte nach dem sozialen der physische Cut, Tatoos kamen erst später.

Die körperlichen Gründe waren ja bei mir gegeben, aber die geistige Entscheidung zum Cut war sicherlich seelisch beeinflusst.
Soviel zum Dreieck, ich bin mir damals der spirituellen Komponente des Lebens langsam bewusst geworden.

Soweit ich weiß, treffen wir Entscheidungen zunächst unbewusst (man könnte sagen: seelisch). Und unser Verstand (Geist) "sucht" dann im nachinein eine [rationale] Begründung, die uns dann "als Entscheidung verkauft wird".
Tahini
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Registered: 01.06.2014
Level: Foren-Profi
Date: 27.11.2015
Time: 08:35 Uhr
ID: 162
Posts: 163
Ich habe jetzt noch mal ein bisschen ueberlegt, und wuerde sagen, da gibt es vielleicht zwei Seiten:

1. wie man dazu kam
2. was man tagtaeglich davon hat

Ersteres haben wir ja schon ein wenig abgedeckt. Ueber den zweiten Aspekt wuerde ich persoenlich mich vielleicht mal so aeussern:

- ich fuehle mich attraktiver als vorher, weil ich mir stets bewusst bin, dass "meiner besser aussieht." Auch, wenn das ausser mir niemand weiss (wenn es jemand weiss, ist es sogar noch prickelnder).

- mein Selbstbewusstsein gegenueber europaeischen Frauen hat sich enorm erhoeht; ich weiss jetzt, wie beeindruckt die im Ernstfall einfach immer sind, und grinse voller Vorfreude in mich hinein, bis zur naechsten Gelegenheit.

- es macht mich zu was Besserem; ich habe jetzt etwas gemeinsam mit den meisten Filmstars, Propheten, der englischen Oberklasse, und den Pharaonen. Das mag witzig klingen, tut und tat aber schon einiges fuer mich. Es erinnert mich wohltuend daran, ein Fremder zu sein, der woanders hingehoert, wenn ich mich an Orten befinde, die mich runterziehen.

- seit meinen Jahren in Nordamerika hat sich bei mir ein weiterer, sexueller Aspekt dazugesellt: Nordamerikanische Frauen sind gegenueber Maennern so fordernd, beschnitten zu sein, dass mir das Beschnittensein geradezu wie eine Zugangsberechtigung vorkommt. Es ist quasi ein Deal. "Ich bin's, also auf geht's, kein Grund zur Widerrede."
Smiley
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Level: Foren-Neuling
Date: 15.12.2015
Time: 10:13 Uhr
ID: 163
Posts: 9
Hallo clipped, jetzt, da ich dies hier lese, ist es mir auch bewust geworden. Ja die Beschneidung hat innerlich, psychlogisch, etwas verändert. Ich bin aus rein medizinischen Gründen beschnitten, hatte schon immer Probleme mit der Vorhaut, fand aber lange keine Hilfe zur Veränderung. Es bestand aber schon lange der Wunsch danach. Ich selbst bin eher konservativ aufgewachsen, also ja nie nackt sehen usw. Dennoch bin ich im Erwachsenenalter dann auch in die Sauna und auch zu FKK gegangen.
Als mein Frenulum beschnitten war, rutschte die Vorhaut auch von selbst zurück, bei einer Erektion, normal, aber ich kannte es noch nicht. So lies ich sie immer hinten, auch wenn ich nackt war. Klar prüft man, wie die anderen auf eine entblöste Eichel reagieren. Seit der kompletten Beschneidung kann ich meine Eichel nun nicht mehr unter der Vorhaut verstecken. Halt überall, wo man nackt ist, kann man auch die Eichel sehen. Und sie ist nun mal eine sehr dominantes Körperteil, klar Frauen haben iher Kitzler, aber die Eichel des Mannes ist nun mal das Teil, was beim GV am intensivsten ist. Also, steht doch gewissermassen für die Männlichkeit!
Ausserdem, was denken die Anderen? Männer: Aha, der ist beschnitten, wie fühlt es sich denn OHNE an? Frauen: Kopfkino....usw.
Fazit: Ich bereue es nicht, hätte mich auch weigern können, zum Arzt zu gehen, nein ich bin froh darüber, denn es ist ja auch ein Thema, welches nicht nur am Penis Auswirkungen hat, sondern auch im Kopf, zumal man ja bei jeder Reibung daran erinnert wird.
LowTightHappy
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Registered: 24.07.2017
Level: Foren-Semiprofi
Date: 03.01.2018
Time: 18:04 Uhr
ID: 2451
Posts: 219
Interessante Frage...

Ja, es hat eine psychische Wirkung. Das fing schon vorher mit dem Wunsch an und der Vorstellung, dass ich beschnitten ein konsequent vollständiger Mann bin (ohne Unbeschnittene herabzusetzen). Nicht, dass Unbeschnittene keine vollständigen Männer sind - ich habe es für mich nur so empfunden.

Und es hat sich mit der Beschneidung - bei mir im Erwachsenenalter - auch etwas verändert.
Ich hatte danach eine Phase, in der ich total fasziniert von beschnittenen Penissen war. So rein optisch, nicht sexuell. Wenn es irgendwo einen zu sehen gab, genoss ich die Ästhetik. Und ich bin mir dessen bewusst, dass auch ich jetzt diesen ästhetischen Vorzug habe. Ich hatte mich so manches Mal nach dem Duschen zufrieden im Spiegel betrachtet. Smiley Naja, man darf sich ja freuen, oder? Es ist mir aber bewusst, dass dieses ästhetische Empfinden subjektiv ist und bestimmt von der Erfahrung der Beschneidung geprägt. Aber na und? Genießen darf ich es. Smiley

Im sozialen Umfeld, wo man nackt ist (Sauna, FKK, Beziehungen) ist da ein gewisses Bewusstsein, dass ich eben beschnitten bin. Es ist nicht übertrieben und ständig da, aber immer wieder mal. Wenn es eine direkte oder indirekte Reaktion von Frauen gibt, ist diese immer positiv. Bei Männern erlebe ich öfter mal etwas Unsicherheit, wenn ich das richtig interpretiere. Angesprochen hat mich noch keiner. Fast keiner. Einer sagte mal, dass er gut aussieht.

Zusammenfassend: Ich genieße es. Mein Körperbewusstsein ist angenehmer, vielleicht sogar selbstbewusster. Und beim Sex hat diese psycholgische Komponente auch einen positiven Effekt.
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